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Zweifache NESTROY-Nominierung
erstellt am Montag, 11.10.2021

NESTROY-Nominierung BESTER NACHWUCHS WEIBLICH
Teresa Dopler
für das Stück "Das weiße Dorf", in der Uraufführungsinszenierung von Valerie Voigt
Die Corona-bedingt abgesagte Spielserie der Produktion holen wir ab 17. Jänner 2022 nach.
Infos & Tickets: www.drachengasse.at

Die österreichische Dramatikerin Teresa Dopler (geb. 1990) siedelt ihr drittes Stück „Das weiße Dorf“ an Deck eines Kreuzfahrtschiffs an. Der Text ist von Minimalismus und Präzision geprägt: ein Ort, zwei Personen, kein Wort zu viel. Ivan und Ruth, beide erfolgreiche Manager, waren vor einigen Jahren für ein paar Monate zusammen und sind einander auf dem Schiff zufällig wieder begegnet. Der böse Witz der knappen Dialoge besteht darin, dass es keinen Unterschied macht, ob es um Karriere oder Intimes geht: Das auf Rendite und Erfolg konzentrierte Denken haben die beiden so internalisiert, dass sie es auch privat übernommen haben. Dopler wurde für „Das weiße Dorf“ 2019 mit dem AutorInnenpreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichnet; die von Valerie Voigt inszenierte Uraufführung fand im Jänner 2021 im Wiener Theater Drachengasse statt, konnte Covid-bedingt aber nur als Videostream gezeigt werden. Eine physische Spielserie ist für Jänner 2022 geplant.
Wolfgang Kralicek



NESTROY-Nominierung CORONA-SPEZIALPREIS
Für die Produktion "Der Anfang, das Ende.", inszeniert von Franz-Xaver Mayr und Korbinian Schmidt
Infos: drachengasse.at

Keine Bühne, keine Interaktion, keine Dialoge - und doch ist der Theaterfilm „Der Anfang, das Ende“ von Franz-Xaver Mayr und Korbinian Schmidt ein theatralisches Wunderwerk, in dem Schauspiel und Kostüme, Sound und Sprache im Livestream nur so rauschen. Diese im Team erstellte Gedankencollage über das Alter und das Sterben, eine Eigenproduktion des Theaters Drachengasse in Wien, bricht hinter die Fassade des in Werbebildern schöngeredetem Prozess des Alterns. In einem bezwingenden Sog aus Sprache und figürlich-abstrakten Bildern sprengt dieser 45-Minüter allen Repräsentationskitsch in Bezug auf das Alter weg und hebt an zu einem knallbunten, unerwarteten Plädoyer für kreativere Vorstellungen des Greisendaseins. Ausstattungselemente beginnen in wandelnder Lichtgebung und in Überblendungen zu leben und zauberhaft als Tiere maskierte Wesen zu sprechen. Ein erhebender, unverbrauchter Zugang.
Margarete Affenzeller


Wir freuen uns sehr über die Nominierungen und drücken den Künstler*innen und uns die Daumen für die Verleihung am 21. November.

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