Theater Drachengasse  Bar&Co
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DIE ERKLÄRUNG DER VIELEN IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH
erstellt am Montag, 01.07.2019

DIE ERKLÄRUNG DER VIELEN IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH
Das Theater Drachengasse hat die Erklärung der Vielen in der Republik Österreich unterzeichnet. Es geht um Alle. Kunst und Kultur bleiben auch in Österreich frei. Solidarität statt Privilegien. dievielen.at

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Jurypreis und Publikumspreis vergeben!
erstellt am Montag, 17.06.2019

Jurypreis und Publikumspreis vergeben!
Der Jurypreis des diesjährigen Wettbewerbs My home is my castle geht an Lebensmenschen von und mit Kira Lorenza Althaler, Markus Bernhard Börger, Dino Pešut, Shahrzad Rahmani, Isabella Sedlak.

Der Publikumspreis geht zu gleichen Teilen an INCH Bag unisex S50x35 – I‘m never coming home, Zweinsamkeit und Das Heimspiel der Begonien. Alle drei Projekte erhielten gleich viele Stimmen aus dem Publikum.

Es gibt also im diesjährigen Wettbewerb ausschließlich Gewinner*innen! Wir gratulieren sehr herzlich!


JURY-BEGRÜNDUNG Nachwuchswettbewerb 2019 Theater Drachengasse
Lebensmenschen


Ganz wie im echten Leben machen die beiden Figuren in Dino Pešuts Stück es kompliziert: Sie, die schwarze österreichische Frau will, statt einfach zur Samenbank zu gehen, ein Kind vom ihrem Freund, dem schwulen Kroaten. Und in dieser klischeehaften und durchaus witzigen Situation, verstricken sich beide schon mit den ersten Sätzen in Widersprüche und Identitätskrisen.
Die Komplexität aktueller identitätspolitischer Fragen, in Bezug auf Gender, Race und Herkunft der beiden Protagonist*innen, wird in mitunter verbissen geführten Debatten, dann auch wieder ganz lässig, auf den Tisch gepackt. Stets bleibt unklar, wo Spieler*in und Figur deckungsgleich und vermeintlich authentisch sind oder wo das Publikum doch nur in ein geschicktes Spiel mit den eigenen Zuschreibungen gelockt wird. Markus Bernhard Börger und Kira Lorenza Althaler changieren dabei stets überzeugend zwischen Performer- und Schauspieler*in. Das Mäandern der Figuren zwischen ihren aufgewühlten Identitäten, das Ringen mit Vorurteilen, Klischees und Political Correctness: all das sinnsuchende Hin und Her spiegelt sich im Ein- und Ausstieg aus den Rollen und der Spielhaltung und unterstreicht damit auch den Ort an dem dies alles verhandelt wird: das Theater.

Auch auf der Bühne werden gängige Repräsentationsmodelle zunehmend in Zweifel gezogen und auf strukturelle Diskriminierung im Alltag hingewiesen. So legt das von dem bemerkenswert diversen Projektteam präsentierte Stück den Fokus auch auf ureigene, noch längst nicht verheilte Wunden. Es thematisiert – ohne sich in Selbstreflexion zu erschöpfen – das Theater als Mind Opener einer weiß, heterosexuell und männlich geprägten Gesellschaft, in deren (Burg-)Mauer (um den Titel des Wettbewerbs aufzugreifen) zurecht mehr und mehr Risse kommen. So spannt die Skizze den Bogen vom Privaten (das wie wir wissen stets politisch ist) bis zur Öffentlichkeit der Bühne und wagt sich erfrischend-spielerisch und humorvoll auf das heikle Terrain gesellschaftspolitischer Realität.

Wir sind freudig gespannt, wie sich dieses Spiel in einer abendfüllenden Produktion weiter zuspitzen lässt und vergeben den Jurypreis daher an den Beitrag Lebensmenschen.

Aufgrund der nach langer Diskussion knappen Entscheidung, ist es uns jedoch auch ein Anliegen an dieser Stelle eine lobende Jury-Erwähnung an das Projekt Zweinsamkeit von Maximilian Friedel und Marzella Ruegge auszusprechen.

Cornelia Anhaus, Kolja Burgschuld, Anne Wiederhold
 
Schöne Osterfeiertage!
erstellt am Freitag, 12.04.2019

Liebe Besucher*innen, das Büro und die Tageskassa sind vom 14.4.2019 bis 22.4.2019 nur unregelmäßig besetzt.
Ab dem 23.4.2019 sind wir wieder regulär für Sie da!

Schöne Osterfeiertage!
Theater Drachengasse
 
Akin Emanuel Şipal zu Gast in Wien
erstellt am Dienstag, 19.03.2019

Akin Emanuel Şipal zu Gast in Wien
Foto: privat
Am 13. März war Akin Emanuel Şipal, der Autor von „Ein Haus in der Nähe einer Airbase“, bei uns zu Gast. Nach seinem Vorstellungsbesuch gab es ein Publikumsgespräch mit ihm, der Regisseurin Sandra Schüddekopf und den Schauspieler*innen Reinhold G. Moritz, Sonja Romei, Johannes Schüchner, Sümeyra Yilmaz.
Akin Emanuel Şipal erzählte, dass der ursprüngliche Impuls für das Schreiben an „Ein Haus in der Nähe einer Airbase“ der Wunsch war, ein Portrait von Adana und der türkischen Grenzregion zu Syrien zu schreiben und von seiner Faszination für das Zweistromland als Ursprung großer Erzählungen gerade für die europäische kulturelle Identität.
Die im Stück gelungene Darstellung einer alten gesellschaftlichen Elite, die ihre Bedeutungslosigkeit nicht realisiert, war Thema, ebenso wie der Zusammenhang zwischen alten ungelösten Konflikten in der Türkei und den Scheinlösungen der populistischen Politik. Und abschließend ging es dann um die Möglichkeit des Zurückgehens und Anknüpfens an alte Heimaten und den damit verbundenen Hoffnungen und Illusionen. Es war ein sehr anregendes Gespräch und wir danken allen Mitwirkenden.
 
Die Finalist*innen stehen fest!
erstellt am Freitag, 08.03.2019

Die Finalist*innen stehen fest!
Nachdem die Hearings erfolgreich abgeschlossen sind, stehen nun die Finalist*innen für unseren Nachwuchswettbewerb MY HOME IS MY CASTLE fest.

Wir freuen uns auf die Beiträge von:

"Zweinsamkeit" (Marzella Ruegge, Maximilian Friedel)
"Das Heimspiel der Begonien" (Stephanie Schreiter, Silvia Schmidt, Anna Kramer, Alice Peterhans,Bettina Schwarz)
"Shoot" (Isabella Sedlak, Dino Pešut, Shahrzad Rahmani, Kira Lorenza Althaler, Markus Bernhard Börger)
"INCH Bag unisex S50x35" (Rachel Müller, Wiebke Yervis, Annina Hunziker, Moritz Ilmer)

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