Theater Drachengasse  Bar&Co
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APA Meldung 25.9.2017 Drachengasse – Sieben Uraufführungen in der neuen Saison
erstellt am Dienstag, 26.09.2017

Vier Eigenproduktionen und sieben Ko- bzw. Gastproduktionen zeigt das Wiener Theater Drachengasse in der heute, Montag, mit der Premiere von “Building the Wall” in englischer Sprache startenden neuen Saison. Gleich sieben der elf gezeigten Stücke sind Uraufführungen. Autorentheater, englisches Theater, Nachwuchsförderung und künstlerische Arbeit von Frauen bleiben auch künftig Schwerpunkte.

In der vergangenen Saison fanden in den beiden Spielstätten Theater Drachengasse und Bar&Co insgesamt 297 Vorstellungen statt, die von 16.265 Zuschauern besucht wurden. Das entsprach nach Angaben des Theaters einer Auslastung von 83 Prozent.

“Wir freuen uns sehr, dass die Juryempfehlung für das von der neuen Künstlerischen Leitung Beate Platzgummer und Katrin Schurich vorgelegte 4-Jahres-Konzept sehr wertschätzend ausgefallen ist”, heißt es in den Unterlagen zur heutigen Spielplanpräsentation für 2017/18 . “Der Spielplan fußt auf zeitgenössischer Dramatik (…) und steht für eine innovative, emanzipatorische Tradition, die Theatermacherinnen fördert, ohne Theatermacher auszuschließen”, lobt die Jury, die eine – vom Gemeinderat noch zu bestätigende – Empfehlung für die Fortschreibung der Konzeptförderung der Stadt Wien für die kommende Vier-Jahres-Periode (2018-2021) ausgesprochen hat.

2017/18 will man sich vor allem mit den Grundlagen und der prekären Zukunft unserer Wohlstandsgesellschaft beschäftigen. “Was steht wem zu? Was ist fair?”, sollen die dabei gestellten Fragen lauten. Oder: “Was muss eine Gesellschaft leisten, um Gefühle wie Neid und Wut zu zivilisieren und den Ausgleich der Interessen zu ermöglichen?”

Im großen Theaterraum gelten die Uraufführungen “Regime der Auster”, einer Stückentwicklung des Theaterkollektivs YZMA zum Thema Verteilungsgerechtigkeit und Steuerpolitik (ab 15. Jänner 2018) sowie “Eine Träne den Yala Sümpfen oder: Was, wenn James Shikwati recht hat?”, in dem sich Leon Engler ab 7. Mai 2018 mit Grundeinkommen und Entwicklungszusammenarbeit beschäftigt. Ergänzt werden diese Produktionen durch die Österreichische Erstaufführung von “Grooming” des spanischen Autors Paco Bezerra (ab 30. Oktober) und durch das Stück “lupus in fabula” der deutschen Autorin Henriette Dushe (ab 5. März 2018).

Im kleineren Raum “Bar&Co” stellen u.a. das die Gewinner der Jurypreise 2016 und 2017 des alljährlichen Nachwuchswettbewerb in zweiwöchigen Spielserien ihre Projekte “Arme Gerechtigkeit, liegst im Bett und hast kein Kleid!” von Franz-Xaver Mayr und Korbinian Schmidt sowie “Heimat in Dosen” von Rieke Süßkow und Emre Akal vor. Dem Musiktheater “Rudi langt’s” von Alexander Kukelka, dem Stück “nach Lulu” von Michaela Hurdes-Galli sowie Sandra Schüddekopfs Projekt “Arbeit, lebensnah”, das sich mit den beiden Pionierinnen der Sozialforschung Käthe Leichter und Marie Jahoda beschäftigt, gelten die weiteren Uraufführungen.

Damit der Stücke-Nachschub nicht versiegt, gibt es auch heuer wieder einen Nachwuchswettbewerb. Projektvorschläge zum diesjährigen Thema “Narziss, du Opfer!” können bis 2. November eingereicht werden.

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